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HOMMAGE AN ALDO TAMBELLI (1930–2020) | Redaktion Heide Hatry | The Broolyn Rail, Brooklyn, NY 11232, Juni 2021 | Aldo Tambellini, ein Pionier der elektronischen Medien, der Videokunst, der kooperativen, politischen und sozialen Kunst, ein Maler, Bildhauer, Lichtkünstler, Dichter und " Impressario" des avantgardistischen Theaters und der Performance-Kunst, ist am 12. November 2020 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er berührte das Leben vieler Menschen mit seiner profunden Arbeit und seinem großherzigen Wesen.

Dies ist eine Hommage an " das " Primitive einer neuen Ära", "[wahrscheinlich] der glühendste Establishment-Verweigerer, den es je gab" und "der Idealist, [der] auf die Schaffung einer neuen Welt hinarbeiten wollte." So schrieb Dick Higgins:

"Ein Teil des Grundes, warum Duchamps Objekte faszinierend sind, während Picassos Stimme verblasst, ist, dass die Duchamp-Stücke wirklich zwischen den Medien agieren, zwischen Skulptur und etwas anderem, während ein Picasso ohne weiteres als gemaltes Ornament klassifiziert werden kann.” — Higgins, (Intermedia, 1965 Leonardo, vol. 34, No. 1, p. 49)

Deine Arbeit wird niemals verblassen, Aldo! In der Tat hat sie gerade erst begonnen, wirklich sichtbar zu werden. mehr

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FEDERLEICHTE BESCHAFFENHEIT DES BILDES | Vom Umgang des experimentellen Films und der bildenden Kunst mit der Herausforderung Fernsehen | Neue Zürcher Zeitung, 20. Oktober 2001 | «Film ist Bild und Raum, während es im Fernsehen keinen Raum, kein Bild gibt, sondern nur elektronische Zeilen» (Nam June Paik). Wie haben Experimentalfilmer und bildende Künstler auf diese Krise des Konzepts der Repräsentation reagiert? Im Licht jüngster Wiederaufführungen von Filmen wie «Telemack» in Marl oder von Otto Pienes Lichtspielen in Celle, aber auch im Hinblick auf die soeben in Wien eröffnete Ausstellung «Tele(visions)» sowie die vom 24. bis zum 28. Oktober in Basel stattfindenden Viper 21 soll ein Blick auf Vorgeschichte und Umfeld damals konkurrierender Bildsysteme geworfen werden.

Wechselseitige Einflüsse, Machtverlagerungen, aber auch Reibungsverluste zwischen den neueren Medientechnologien und den Künsten aufzuspüren, wird für die Kulturgeschichte der Kunst, der Film- und telematischen Medien vielleicht bald zum kanonischen Handwerk ihrer Disziplin gehören. Schon für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts galten die Technik der filmischen Montage und ihre Veränderung der Wahrnehmung bereits in den überkommenen Kunstformen durch Effekte dadaistischer Wort- und Bildcollagen vorausgenommen. Und im Hinblick auf eine elektronenbasierte Medientechnologie, wie sie sich zeitgleich zum Beginn der Raumfahrtprogramme in einer zunehmenden Eroberung des schwerelosen Raums in den Elektronenbündeln des selbst- strahlenden Fernsehleuchtbildschirms massenwirksam Geltung verschaffte, könnten einmal, um zwei komplementäre Ansätze der Jahre um 1960 zu benennen, die oszillographischen Formmetamorphosen der informellen Malerei oder die Euphorie der Transformation lichtkinetischer Oberflächen in den Op-Art-Experimenten der ZERO-Gruppe von Interesse sein. mehr

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